Glatte, haarlose Männerhaut ist hierzulande ein Schönheitsideal. Männer rasieren sich längst nicht mehr nur den Bart oder die Achseln, nein, auch Brust, Bauch, Hintern und Beine werden enthaart – mit Rasierer, Epilierer, Wachs und inzwischen auch mit dauerhaft wirkenden Haarentfernungsmethoden wie IPL.
Klassischerweise greifen Männer zum Rasierer, egal, ob nass oder trocken, um sich unerwünschter Haare zu entledigen. Doch in Zeiten, wo sich auch Männerhaut möglichst glatt und sexy, weil: unbehaart, zeigen soll, geht die ständige Rasiererei so manchem Kerl gehörig gegen den Strich: Mindestens einmal am Tag, wenn nicht noch öfter, muss der Bart rasiert werden, alle zwei, drei Tage der Rest des Körpers – je nach individuellem Bewuchs. Deshalb haben inzwischen viele Männer den Schritt gewagt, sich länger wirkender Haarentfernungsmittel zu bedienen, zum Beispiel Epilierer, Wachs oder Haarentfernungscreme. Und Haarentfernungs-Institute, die mit IPL-Technologie unerwünschte Härchen dauerhaft entfernen – auch permanente Enthaarung genannt – verbuchen nicht nur steigende Kundenzahlen, sondern auch immer mehr männliche Kundschaft.
IPL-Haarentfernung beim Mann: Nahezu alle Härchen sind behandelbar
Mit IPL lassen sich fast alle behaarten Körperzonen des Mannes behandeln: Achseln, Arme, Schultern, Rücken, Brust, Bauch, Intimbereich inklusive Penis und Penisschaft, Poritze und Pobacken, Beine und Füße inklusive Zehen. Verzichten sollte Mann lediglich auf Lichtblitze in Augennähe (untere Augenbrauenhärchen), in der Nase (Nasenhaare) sowie am Hodensack, weil die beim Blitzen entstehende Wärme von um die 65 Grad Celsius dort ein Risiko darstellen könnte.
Ein Mann kann nach der erfolgreich abgeschlossenen IPL-Behandlung also sämtliche Modetrends mitmachen, die Einblicke auf die bloße Haut gewähren, ohne begehrliche Blicke mit einem wild wuchernden Pelz abzuschrecken. Ob im Polohemd, kombiniert mit halblangen Bermudashorts und Mokkasins mit kontrastfarbener Sohle, alles in Nuancen von Blau, der Modefarbe des Sommers 2012, oder im sehr schmalen Anzug in einem pastelligen Beige, kombiniert mit einem zartblau Businesshemd und leichten Schuhen – der enthaarte Mann zeigt von Hals bis Fuß nichts als nackte, haarlose Haut.
Permanente Enthaarung mit IPL – wie funktioniert das?
Eine IPL-Lampe sendet einen Lichtblitz auf die zu enthaarende Haut. Die Lichtenergie wird vom Melanin in den kurz zuvor rasierten Härchen (Merke: Je kürzer der Übertragungsweg ist, desto weniger Energieverlust tritt ein.) – dem farbgebenden Pigment – absorbiert, in Wärmeenergie umgewandelt und an die Haarwurzel weitergeleitet. Diese wird dabei permanent zerstört, so dass sie kein weiteres unerwünschtes Härchen mehr sprießen lassen kann. IPL-Enthaarung funktioniert demnach nur bei melaninreichen Haaren – sehr helle, graue, weiße oder rote Haare sprechen auf die Behandlung kaum bis gar nicht (mehr) an.
Weil auch die Hautfarbe von Melanin hervorgerufen wird, ist ein möglichst großer Kontrast zwischen Hautfarbe und Haarfarbe ein Erfolgsgarant für die IPL-Behandlung. Andernfalls würde das Melanin in der Haut zuviel der Lichtenergie absorbieren, so dass in den Haarwurzeln mitunter zu wenig ankäme, um diese dauerhaft zu zerstören.
Das zu behandelnde Haar muss demzufolge auch Kontakt zur Haarwurzel haben, sich also in der Wachstumsphase (auch anagene Phase genannt) befinden. Da dies nur auf etwa ein Viertel bis die Hälfte aller sichtbaren Härchen zutrifft, ist eine Wiederholung der IPL-Behandlung in einem Abstand von jeweils sechs bis acht Wochen nötig. Es heißt, in sechs bis acht IPL-Sitzungen kann man bis zu 95 Prozent der im behandelten Bereich sichtbaren Härchen auf Dauer entfernen.
Mann, oh, Mann – schmerzt IPL-Enthaarung?
Die beim Blitzen mit IPL entwickelte Hitze spürt man trotz moderner Kühltechnologie je nach individuellem Schmerzempfinden mehr oder weniger stark auf der behandelten Haut – jeweils für den Bruchteil einer Sekunde. Da das Schmerzempfinden nicht nur von Mann zu Mann sondern auch von Körperpartie zu Körperpartie unterschiedlich ist, kann es sein, dass sensible Bereiche wie Intimzone oder Poritze stärker auf die Hitze reagieren als weniger empfindliche Stellen wie Bauch oder Rücken. Eine Rötung der geblitzten Haut, ähnlich wie bei einem leichten Sonnenbrand, ist übrigens ganz normal und sollte spätestens ein, zwei Tage nach dem Besuch im Enthaarungs-Institut von selbst verschwinden. Die gute Nachricht: Anwender berichten, dass die Hitze von Mal zu Mal erträglicher wird, also eine Art Gewöhnungseffekt eintritt.